Qualifikation fuer die Strassen-WM in Varese
Meine Missiion mich fuer die Strassen- WM zu qualifizieren ist mir geglueckt. An den beiden Qualifikationsrennen an denen ich einiges zeigen sollte war ich fuer mich selbst ueberraschend schnell. Ich erwischte bei beiden Rennen die entscheidenden ,,Fuga'' und so kam es dass ich an beiden Rennen als beste Italienerin ins Ziel kam und dazu noch beide Male auf dem Podium stand. Ich haette auch beide Rennen beinahe gewonnen. Beim ersten wurde ich nur 500 Meter vorm Ziel von hinten eingeholt, wobei ich laut dem Radio eigentlich gute 15 Sekunden noch Vorsprung gehabt haette. So fehle mir dann leider die Kraft fuer den Zielsprint und ich wurde dritte. Am Tag darauf fuhr ich in der letzten Runde mit 3 weiteren vorne weg und erreichte dann im Zielsprint den zweiten Rang. So kam es, dass ich eigentlich auch gleich die Mitteilung bekam, dass ich an die WM gehen darf. Ich war die 5. Frau die selezioniert wurde. Die sechste wurde erst am Giro della Toscana, welcher folgte, entschieden.
Dann hiess es fuer mich aber weiter Rennen fahren, denn der Giro della Toscana beastand bevor. Nur ein Tag Erholung war angesagt und dann ging die 6-taegige Rundfahrt auch schon los. Die Rundfahrt selbst machte mir ziemlich Spass und ich hatte sie mir ehrlichgesagt auch viel haerter vorgestellt. Leider erwischte ich bei einer Regenetappe eine Erkaeltung und so kam es dass ich die letzte Etappe nicht zuende fuhr, um nicht zuviel zu riskieren, da ich durch starken Halsschmerzen kaum schnaufen konnte. Doch das half nicht besonders viel; die Nacht auf dem Montag bekam ich leichtes Fieber und ich war ziemlich kaputt. Doch ich erholte mich ziemlich schnell und fuhr dann auch gestern schon nach Varese zu den weltmeisterschften.
Heute miorgen dann besichtichtigten wir bereits den Kurs. Und ich muss schon sagen, das Rennen am Samstag wird meiner Meinung ziemlich hart werden. Es sind 2 Steigungen, eine insg. fast 4 Kilometer und die eine 1,5-2km und diese sind 8-mal zu bewaeltigen. 140 km fuer und Frauen. Aber es ist ja auch ne WM!!
Jedenfalls fuer mich heisst es am Samstag Helferdienste leisten fuer meine italienischen Teamkolleginnen Tatiana Guderzo (Bronze Strassenrennen Peking), Giorgio Bronzini ( Bronze WM Stuttgart 2007) und Fabiana Luperini (Italienmeisterin und mehrfache Giro d'Italiasiegerin-auch 2008). Aber ich freue mich trotzedem darauf und bin wirklich stolz als Bikerin an einer Strassen-WM teilnehmen zu duerfen und das auch noch in Italien!
Das Rennen wird am Samstag um 13:00 starten und wird auf mehreren Fernsehsen Eurosport,Rai 3...), live uebertragen!
Granfondo Colnago
Eigentlich wollte ich ja im Hinblick auf die Qualifikation fuer die Starssen-WM ein Strassenrennen bestreite, doch leider hat sich das nicht ergeben. So kam es dass ich am Sonntag bereits um 9:30 an der Startlinie des Granfondo Colnago stand und vor mir 160 km mit fast 3000 Hoehenmetern lagen. Bei einem Granfondo starten in der Regel nur ganz wenig Frauen und deshalb befand ich mich in einem Peloton umgeben von Maennern.
Bis zur ersten Steigung waren es ca. 40 km und die legte ich auch noch zusammen mit den ganzen Herren zurueck. Dann als aber die erste Steigung begann ging auch schon die Post ab u. ich selbst hatte da ne ziemliche Krise. Ich fiel immer weiter zurueck und befand mich auch bald fast alleine auf der Strecke. Immerwieder traf ich eben nur auf einzelne Fahrer. Bis ca. zum Kilometer 60 hatte ich ziemnlich Muehe und ich fragte mich echt wie ich die ganzen 160 km schaffen wuerde. Doch ich versuchte mich zusammenzureisen und begann dann richtig zu fahren. Von da an war es fuer mich fast wie ein langes Zeitfahren. Bis zu den letzten 30 km fuhr ich auf mich alleine gestellt mit Kopf nach unten die Strecke ab und erst am Ende eben fand ich ne gute kleine Gruppe an deren Hinterad ich mich ein wenig ausrughen konnte.
So kam ich nach ca. 5h auch ins Ziel, eigentlich ziemlich fertig, da ich den groessten Teil auch alleine unterwegs war und es fuer mich so schon ein recht hartes Training war. Es war zudem auch das ganze Rennen ueber ein sehr starker Wind und so auch sehr muehsam zu fahren.
Doch ich denke es war ein super Training und ich kann nun mit Zuversicht auf die 2 Qualifikationsrennen am Samstag, 14. un Sonntag 15. September blicken. Dann weiss ich auch ob ich am 27. September an der Strassen- WM in Varese am Start stehen werde!
Also wie es mir am Wochenende ergehen wird erfahrt ihr dann:-)! Bis dann!
16. Platz beim Olympiarennen in Peking
Nicht ganz nach meinen Erwartungen lief mein Olympiadebuet in Peking. Ich hatte mir einen Platz unter den besten 10 erhofft, doch kam ueber den 16. Schlussrang leider nicht hinaus. Eigentlich verlief alles nach Plan. Ich hatte die Nacht vor dem Rennen super geschlafen, war am Morgen auch sehr motiviert und nicht allzu nervoes. Dann das Aufwaermen auf der Rolle verlief auch super und vor dem Start freute ich mich auch richtig aufs Rennen, um auch zu zeigen was ich kann.
Der Start selbst dann verlief auch nach Plan. Ich startete aus der 2. Startreihe und kam super weg. Meine Beine fuehlten sich auch richtig gut an und mir gelang es auch gleich die Spitze zu uebernehemn. Ich hatte auch gar keine Muehe an der Spitze zu fahren und war dort dann sogar ein paar Minuten. Dann entschloss ich mich aber einfach meinen Rythmus weiterzufahren um nicht zu ueberdrehen. So liess ich mich ca. auf die 7.-8.-Position zurueckfallen. Dort fuhr ich dann auch bis ca. Ende der 1. Runde. Dann in einer Steigung huepfte mir die Kette raus und ich musste ein Stueck schieben. Dabei verlor ich gleich Zeit und ein wenig Positionen. So passierte ich das Ziel das erste mal an ca. 15.Position, doch zeitlich schon ziemlich zuruckgefallen. Von da an lief dann eigentlich nichts mehr richtig. Ich hatte brutale Muehe meinen Rythmus zu finden und kam irgendwie einfach nicht vorwaerts. Zeitweise gings ein wenig, dannn aber wieder nicht mehr. Ich litt furchtbar im Rennen und hatte brutale Muehe. Ich kaempte auch richtig mit mir und hoffte auch das Rennen wirklich wenigstens fertig fahren zu koennen. Waehrend dem Rennen war dann auch bald vor und auch hinter mir weit und breit keiner mehr, so liess ich mich im Unterbewussten auch ein wenig gehen. So kam es, dass ich als 16. ins Ziel fuhr. Ich war echt froh ueberhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Denn ich muss auch echt sagen, dass es eines der haertesten Rennen gewesen war, das ich jemals gemacht habe.
Einerseits war ich schon ein wenig enttaeuscht, denn ich hatte mir echt mehr erhofft gehabt, doch andererseits war ich doch froh einfach durchgekommen zu sein und das Rennen beendet haben zu koennen. Denn in erster Linie waren diese Spiele fuer mich auch einfach sehr wichtig Erfahrungen zu sammeln und ich denke dies habe ich ganz bestimmt gemacht:-)
Im Grossen und Ganzen war Beijing 2008 ein super tolles Erlebnis und ich freue mich jetzt schon auf die in vier Jahren in London stattfindenden Olympischen Spielen:-)!
Nun werde ich mich erstmals erholen und dann werde ich ein Programm zusammenstellen, um mich dann fuer die Weltmeisterschaften auf der Strasse Ende September qualifizieren zu koennen!
Also dann ihr hoert von mir!
Das Olympiarennen wurde verschoben
Gestern Abend hats bereits angefangen zu regen und hat bis heute Mittag durchgeregnet. So wurde die eh schon technisch schwierige Olympiastrecke noch schwieriger und wohl auch ein wenig gefaehrlich. Darufhin wurde heute nachmittag entschieden das Damenrennen von Freitag, 15:00 (09:00 MEZ) auf Samstag, 10:00 (04:00 MEZ) zu verschieben.
Streckenbesichtigung
Bereits gestern war ich das erste mal auf der Olympiastrecke. Laut Beschreibungen sollte es ja ne Autobahn sein, was das technische anbelangt. Doch als ich dann gestern nachmittag auf der Strecke war, war diese alles andere als einfach. Die Strecke wurde im Vergleich zum Vorjahr ziemlich abgeaendert...
Jedenfalls ist die Strecke mit vielen auf und abs, vielen Kurven und kuenslich eingebauten Steinen sehr anspruchsvoll. Mir persoenlich gefaellt die Strecke sehr gut und es macht auch sehr Spass darauf zu fahren, trotzdem denke ich das das Rennen hier hammerhard werden wird. Es wird naemlich auch sehr viel Konzentration gefordert und diese ueber ganze Rennen perfekt zu halten, denke ich ist sehr schwer. Die Aufstiege hingegen sind sehr kurz, dafuer aber teilweise sehr steil mit einigen Rampen. So gibt es auch sehr wneig Erholungsphasen im Rennen. Aus dem Grund denke ich eben dass es sehr hart wird!
Trotzdem freue ich mich sehr auf das Rennen: immerhin ist Olympia ja nus alle 4 Jahre;-)



